Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker

BApK

Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V.

Integrierte Versorgung (IV)

Mit der Einführung der integrierten Versorgung im Jahr 2004 hat der Gesetzgeber ein Instrument geschaffen, das die gesundheitliche Versorgung von behandlungs- und pflegebedürftigen Menschen qualitativ verbessern und zu mehr Kosteneffizienz beitragen soll.

Durch die Verzahnung der verschiedenen Leistungsbereiche der Gesundheitsversorgung und der unterschiedlichen Heilberufe sollen Schnittstellenprobleme zwischen ambulanter und stationärer Versorgung im Geltungsbereich der Kranken- und Pflegeversicherung beseitigt werden. Dazu gehören beispielsweise teure Mehrfachuntersuchungen, die zudem unnötige Belastungen für die Patienten und Patientinnen bringen, Schwierigkeiten beim Übergang zwischen ambulanter, stationärer und rehabilitativer Behandlung sowie der Abstimmung von medizinischen und pflegerischen Maßnahmen.

Um eine sektorenübergreifende, interdisziplinäre Versorgung zu ermöglichen, hat der Gesetzgeber Änderungen im Sozialgesetzbuch V durchgeführt.

IV-Verträge: Angehörigenverband fordert Transparenz, Evaluation und Qualitätssicherung (Dez. 2010)

Der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK) begrüßt als Familien-Selbsthilfe Psychiatrie grundsätzlich die Chancen, die durch Integrierte Versorgungsverträge auch in der Versorgung psychisch kranker Menschen gegeben sind.

Bereits 2006 hat der BApK einen Kriterienkatalog für IV-Verträge erarbeitet, um sicherzustellen, dass derartige Verträge tatsächlich eine bessere Versorgung für die betroffenen Menschen bringen und weder alten Wein in neuen Schläuchen darstellen noch rein kostenorientiert sind. [ mehr ]

Integrierte Versorgung in der Psychiatrie: Die Perspektive der Patienten und ihrer Familien

In einer Arbeitsgruppe des Bundesverbandes haben sich im Jahr 2006 Angehörige aus allen Regionen Deutschlands mit integrierten Versorgungskonzepten und der verschiedenen Sichtweise der (möglichen) Vertragspartner auseinander gesetzt und Standards - explizit aus der Perspektive der Betroffenen - entwickelt und in zwölf Kernkriterien zusammengefasst.

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