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Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker

BApK

Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V.

Handwerkszeug für herausfordernde Momente

Projekt beschäftigte sich mit Aggressionen psychisch erkrankter Menschen im häuslichen Umfeld

Angehörige psychisch erkrankter Menschen fühlen sich häufig alleine gelassen. Dieses Gefühl kann sich bis zur Überforderung steigern. Dies kann der Fall sein, wenn Aggressionen – ganz gleich ob körperlich oder verbal – hinzukommen. Angehörige glauben, den psychisch erkrankten Menschen nicht (mehr) zu kennen. Kommunikative Fertigkeiten und körperliche Schutzmechanismen helfen bei der Bewältigung brenzliger Situationen.

Mit dem Projekt „Was tun – bei Konflikten und Aggressionen in Familien mit einem psychisch erkrankten Angehörigen?“ hat der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) e.V. in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) nach der stillen Not der Angehörigen im häuslichen Umfeld geschaut.

Im Zusammenhang mit einer Online-Umfrage haben die Verantwortlichen festgestellt, dass in 80 bis 90 % der betroffenen Familien keine verbalen und physischen Konflikte auftreten. Einmal mehr zeigt dies, dass psychische Erkrankungen nicht zwingend mit einer gesteigerten Aggressionsbereitschaft gleichgesetzt werden kann. Es kommt zu einer großen Verunsicherung in Familien, wenn Aggressionen oder Gewalt auftreten.

Wie soll ich reagieren? Was kann ich tun, um eine zugespitzte Situation zu deeskalieren? Was sind Anhaltspunkte, um Eskalationen präventiv begegnen zu können? Mit der Beantwortung von Fragen dieser Art will der BApK Familien Handwerkszeug geben, um sich in herausfordernden Momenten bewähren zu können. Mit der Broschüre „Was tun – bei Konflikten und Aggressionen in Familien mit einem psychisch erkrankten Angehörigen?“ hat der BApK einen Meilenstein gesetzt, der in der Selbsthilfe-Szene und in der psychiatrischen Fachwelt für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Mit Deeskalationstrainings wird praktische Unterstützung gegeben, wo betroffene Menschen Hintergründe erfahren und lebensnahe Übungen trainieren.

In der Begegnung mit psychisch erkrankten Menschen macht es Sinn, eskalierende und eskalierte Situationen immer wieder zu reflektieren. Dem gemeinsamen Projekt von BApK und BMG ist es nicht um Schuldzuweisungen gegangen. Viel wichtiger erscheint es, Menschen, die von einer psychischen Erkrankung betroffen sind, Wege zu beschreiben, um sämtlichen Beteiligten Win-win-Situationen ermöglichen zu können.

Wer Interesse an der Broschüre „Was tun – bei Konflikten und Aggressionen in Familien mit einem psychisch erkrankten Angehörigen?“ hat, der kann diese über den BApK beziehen: