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Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker

BApK

Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V.

Newsletter 05/2017 17.03.2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier die aktuellen Online-News rund um die Themen Psychiatrie, Soziales, Selbsthilfe und Gesundheitswesen: 

Weltgesundheitstag 2017: Depression, sprechen wir’s an

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erinnert jedes Jahr mit dem Weltgesundheitstag an ihre Gründung am 7. April 1948. Hierzu wird von der WHO jeweils ein aktuelles Gesundheitsthema von globaler Bedeutung ausgewählt und mit weltweiten Veranstaltungen und Aktionen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt.

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[zum Programm-Download]

Armutsbericht 2017: Psychisch Erkrankte sind besonders von Armut bedroht

Ärztezeitung: Die Armut in Deutschland ist auf einen neuen Höchststand von 15,7 Prozent angestiegen. Zu diesem Fazit kommt der aktuelle Armutsbericht, der am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Zum ersten Mal beleuchtet er auch die gesundheitlichen Folgen der Armut.

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[Seite des Bundesministeriums]

Richter stärken Sterbehilfe

Süddeutsche Zeitung: In "extremen Ausnahmefällen" darf der Staat schwerkranken und leidenden Menschen den Zugang zu todbringenden Medikamenten nicht verwehren. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. 

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Suizid auf Rezept? - Was das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts bedeutet

Der Westen: Bestimmten Patienten darf die schmerzlose Selbsttötung nicht verwehrt werden, urteilt das Bundesverwaltungsgericht. Ein Dammbruch?

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Gesetzentwurf zur Verbesserung der Beistandsmöglichkeiten unter Ehegatten und Lebenspartnern


Formulierungshilfe des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz

Das Bundeskabinett hat am 15. Februar eine Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag zum Entwurf des Bundesrates für ein Gesetz zur Verbesserung der Beistandsmöglichkeiten unter Ehegatten und Lebenspartnern beschlossen.

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Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)

Eine Initiative des Bundesrats hat zum Ziel, Eheleuten im Fall einer schweren Erkrankung oder eines Unfalls die Vertretung des betroffenen Partners zu erleichtern. Ein entsprechender Änderungsantrag des Kabinetts beinhaltet nun, dass Ehegatten künftig berechtigt sind, für den Partner Entscheidungen über medizinische Behandlungen zu treffen, wenn der andere aufgrund einer psychischen Erkrankung oder einer körperlichen oder seelischen Behinderung die entsprechenden Angelegenheiten nicht besorgen kann. Die DGPPN sieht dadurch die Selbstbestimmungsrechte der Patienten gefährdet und lehnt deshalb sowohl den Gesetzentwurf als auch den vorliegenden Änderungsantrag ab.

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"Kniefall vor der Pharmalobby" - Bundestag beschließt umstrittenes Arzneimittel-Gesetz

Spiegel online: Keine Geheimhaltung, aber auch keine Preisbremse: Der Bundestag hat ein Gesetz verabschiedet, in dem es auch um die Kosten für neue Medikamente geht.

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Gewalt und Misshandlungen in Wiener Kinderpsychiatrie

Der Standard: Eine Studie über die Situation in der Nachkriegszeit bestätigt Vorwürfe gegen die Wiener Kinder- und Jugendpsychiatrie.

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Salzburg24: Hölle statt Hilfe: Wer in der Nachkriegszeit Aufnahme in der Wiener Kinder- und Jugendpsychiatrie fand, war mit einem menschenunwürdigen, umfassenden Gewaltsystem konfrontiert – das über Jahrzehnte hinweg bestand. Das ist das Ergebnis einer Studie, die am Montag im Wiener Rathaus präsentiert wurde. Untersucht wurde der Zeitraum von 1945 bis 1989.

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WHO-Studie: 320 Millionen leiden an Depressionen

Spiegel online: Depressionen sind in vielen Ländern noch ein Tabuthema, auch wenn mehr als 300 Millionen Menschen weltweit betroffen sind. 

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Save the Children : Millionen Kinder leiden in Syrien unter psychischen Störungen

Zeit online: Der syrische Bürgerkrieg hat laut einer Hilfsorganisation katastrophale Folgen für Kinder: Sprachstörungen, Bettnässen, Albträume und Drogenmissbrauch nehmen zu.

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KBV-Vertragswerkstatt: Koordinierte Versorgung für psychisch erkrankte Kinder

Kompetenzverbünde aus Ärzten und Psychotherapeuten sollen helfen, die Behandlung psychisch erkrankter Heranwachsender zu koordinieren. Gröhe appelliert unterdessen für mehr Prävention.

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ADHS: "Wie bei Hempels unter dem Sofa"

Informationsdienst Wissenschaft: In Familien von Kindern mit ADHS beobachten Forscher häufiger inadäquates Erziehungsverhalten, ein negatives emotionales Klima und Haushaltschaos. Wie diese Faktoren zusammenhängen, hat eine Arbeitsgruppe der Goethe-Universität jetzt untersucht. Mit einem überraschenden Ergebnis.

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Petition: Psychisch schwerkranke Menschen brauchen in lebensbedrohlichen Krisen aufsuchende Hilfen

openpetition.de / Landesverband Hamburg der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V.: Psychisch schwerkranke Menschen sind oftmals nicht mehr in der Lage, ihre Erkrankung und ihre Hilfsbedürftigkeit zu erkennen. Aufsuchende ambulante Hilfen können als vertrauensbildende Maßnahme gegenüber dem Erkrankten eine Unterstützung sein. Es gibt sie in Deutschland anbetracht des Bedarfs viel zu selten. 

Unterstützen Sie diese Petition, denn Aufsuchende Hilfen bieten die Chance:
- das Leid schwerkranker Menschen zu lindern
- soziale Folgeschäden zu vermeiden
- die beteiligten Familien zu entlasten
- ein sozial verträgliches Zusammenleben zu fördern
- Zwangsmaßnahmen vorzubeugen

[zur Petition]

Umfrage: Junge Pflegende in Deutschland

Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik der Universität Oldenburg: Gesucht werden Fachkräfte aus dem Bildungs, Gesundheits- und Sozialbereich. Ziel der Umfrage ist es, herauszufinden, wie und wie oft Fachpersonen jungen Menschen begegnen, die ihre Eltern, Geschwister oder andere Angehörige pflegen.

[zum Flyer]

[zur Umfrage]

Fortbildung 2017/2018: Offener Dialog "Arbeiten im Netzwerk"

Caritasverband Darmstadt e.V.: Die Fortbildung steht in der Tradition des „Bedürfnis-angepassten Behandlungsmodells“ der finnischen und skandinavischen Psychiatrie. Sie ist eine gute Grundlage für das Arbeiten in Netzwerken und unterstützt sozialraumorientiertes Arbeiten.

[zum Flyer]

Infotipps


Deutschlandweit erste Tagklinik für Menschen mit hochfunktionalem Autismus

Informationsdienst Wissenschaft: Mitte April eröffnet deutschlandweit die erste Tagklinik für Störungen der sozialen Interaktion auf dem Campus des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München. Ein Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Erwachsenen mit hochfunktionalem Autismus. Aber auch Personen mit psychischen Erkrankungen, die ebenfalls durch Probleme mit der sozialen Interaktion charakterisiert sind, werden aufgenommen.

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E-Health-Gesetz: Bundeseinheitlicher Medikationsplan ist Pflicht ab 1.4.2017

Kassenärztliche Bundesvereinigung: Seit Oktober 2016 haben Patienten Anspruch auf einen Medikationsplan. Die Form ist bisher egal. Doch ab 1. April ist der BMP Pflicht. Welche Vorteile hat der standardisierte Plan? Wer muss ihn einsetzen? Was muss das Software-Modul können? Wer hilft, wenn die Software die Erwartungen nicht erfüllt? Diese Frage beantwortet das Video:

[zum Video]

Gesetz veröffentlicht: Cannabis verordnungsfähig

Pharmazeutische Zeitung: Seit Freitag, 10. März 2017 dürfen Ärzte Cannabisblüten und Cannabisextrakt zu medizinischen Zwecken auf Betäubungsmittelrezept verordnen.

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Krankentransport-Richtlinie: Anpassung an Pflegegrade

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Fahrten zur ambulanten Behandlung sind nur in besonders gelagerten Ausnahmefällen eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Sie müssen vom Arzt verordnet werden und bedürfen der Genehmigung durch die Krankenkasse.

Der G-BA hatte den Auftrag, die Ausnahmen zu definieren und die Krankentransport-Richtlinie an die Maßstäbe der neuen der Pflegebedürftigkeit anzupassen. Laut Beschluss des G-BA können ab dem Pflegegrad 3 Krankenfahrten zur ambulanten Behandlung verordnet und genehmigt werden. Neu ist jedoch, dass beim Pflegegrad 3 eine dauerhafte Mobilitätsbeeinträchtigung zusätzlich festgestellt und vom Arzt bescheinigt werden muss.

Bestandsschutz gilt nur für Versicherte, die bis zum 31. Dezember 2016 aufgrund der Einstufung in die Pflegestufe 2 einen Anspruch auf Fahrkostenübernahme hatten.

Die Änderungen an der Krankentransport-Richtlinie werden nun dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Prüfung vorgelegt. Sofern es keine Beanstandung vom BMG gibt, wird die Krankentransport-Richtlinie im Bundesanzeiger veröffentlicht und soll frühestens rückwirkend zum 1. Januar 2017 in Kraft treten. 

[zum Beschluss]

Literaturtipps

Edith Scherer, Thomas Lampert: Angehörige in der Psychiatrie

Psychiatrie Verlag: Angehörige sind längst im psychiatrischen Alltag angekommen, aber die konkrete Arbeit mit ihnen fordert professionell Tätigen einiges ab: eine klare Haltung, einen konstanten Perspektivwechsel und Sicherheit im kommunikativen Umgang.

Vorurteile und Vorbehalte gegenüber Angehörigen als Mitverursacher von Störungen sind immer noch groß und verstärken die Unsicherheit im Umgang mit Familienmitgliedern, Partnern oder engen Vertrauten. Gefühlte Defizite und wenige qualitative Standards in diesem Arbeitsbereich sorgen für Unsicherheiten bei der Kommunikation von Bedürfnissen und Absprachen, gerade im Mehrpersonensetting.

Das Buch bietet grundlegende Hilfe: Es formuliert praxisbewährte Leitlinien für den Arbeitsalltag, arbeitet systemische Grundlagen ab und widmet sich in einem Extrakapitel dem Thema »Kinder als Angehörige«.

152 Seiten, 17,95 €, ISBN 978-3-88414-638-5

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Cornelia Schmitz: Betreutes Sterben - Ein Psychiatriekrimi

Balance Verlag: »Das reinste Irrenhaus«, sagte Eli, »illegale Tests, die Chefärztin korrupt und lauter Undercoverpatienten! Wahrscheinlich war ich überhaupt die einzige echte Kranke hier, und dabei bin ich völlig gesund.«

Erfahrungswissen mal ganz anders: Ein spannender Kriminalroman aus dem Innern der stationären Psychiatrie, der auf Erfahrungen der Autorin beruht und sehr humorvoll Partei für die Rechte von Patienten ergreift. Eingebettet in die witzige und kenntnisreiche Schilderung des Milieus greift der Plot ein immer wieder heiß diskutiertes Thema in der Psychiatrie auf: den Nutzen von Psychopharmaka.

Mit Tiefenschärfe, Sprachwitz und solider Erzählkunst wirft die Autorin einen kritischen Blick nicht nur auf undurchsichtige Vorgänge und rätselhafte Todesfälle, sondern auch auf Schauplätze, Charaktere und die Atmosphäre einer geschlossenen Station. Figuren und Handlung sind frei erfunden und doch wahr. Unterhaltsam und pointiert werden Themen wie Selbstbestimmungsrecht, Zwangsmaßnahmen und die Machtverhältnisse in einer geschlossenen Institution dargestellt.

Empfehlenswert für alle Akteure in der Psychiatrie und Krimifans!

14,95 €, ISBN 978-3-86739-117-7

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Selbsthilfebuch für traumatisierte Flüchtlinge

Traumahilfezentrum Nürnberg e.V.: Das Selbsthilfebuch für traumatisierte Flüchtlinge richtet sich direkt an die von den psychischen Folgen einer traumatischen Erfahrung Betroffenen. Es ist deshalb in einfacher, anschaulicher Sprache formuliert und mit vielen Illustrationen ergänzt. 

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Sozialwissenschaftliche Studie: Teilhabe am Arbeitsleben - Die Werkstatt für behinderte Menschen aus Sicht der Beschäftigten

Springer Verlag: Mario Schreiner untersucht auf der Basis von 20 problemzentrierten Interviews, die mit der qualitativen Inhaltsanalyse und der empirisch begründeten Typenbildung ausgewertet wurden, wie sich die Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen auf ihre Beschäftigten auswirkt. Der Autor beleuchtet dabei die Wahrnehmung von sozialer Teilhabe und gesellschaftlicher Anerkennung durch diese besondere Beschäftigungsform und identifiziert vier Typen von Werkstattbeschäftigten.

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