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Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen

BApK

Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V.

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Bild: BrAt82/Shutterstock.com

Tagung „Miteinander statt gegeneinander“

Wie bei jeder chronischen ist auch bei einer psychischen Erkrankung das Lebensumfeld mit betroffen, insbeson­dere wenn aufgrund einer rechtswidrigen Tat die Unterbringung des Angehörigen in einem „forensischen Krankenhaus“ erfolgt. In dieser belastenden Situation entstehen häufig Missverständnisse zwischen Angehörigen und dem Klinikteam.Daher lud der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK e. V.) am 25. Juni 2021 zu einem offenen, zukunftsgerichteten Dialog zwischen den im Maßregelvollzug professionell Tätigen untereinander sowie mit den Angehörigen ein.Es trugen bei: Gudula Hommel, LMR'in im Ministerium für Arbeit, Gesundheit, und Soziales Nordrhein-Westfalen im Referat IV/81 - Maßregelvollzug; Mareike Czeskleba, Stabsstelle Klinikleitung, Klinik für forensische Psychiatrie und Psychotherapie Klinikum Bremen-Ost; Birgit von Hecker, Ärztliche Direktorin Vitos-Klinik für forensische Psychiatrie Bad Emstal; Thomas Auerbach, Pflegepädagoge, Trainer für Safewards, Pflegerische Stationsleitung kbo-Isar-Amper-Klinikum München Ost, Klinik für forensische Psychiatrie und Psychotherapie.

„Miteinander statt gegeneinander“ Teil 1

Teil 1 der kompletten Tagung

„Miteinander statt gegeneinander“ Teil 2

Teil 2 der kompletten Tagung

Mareike Czeskleba: Perspektivenwechsel in der Angehörigenarbeit

Was sind die besonderen Belastungen von Angehörigen von forensisch untergebrachten Menschen und was wissen sie über die Rahmenbedingungen und die Therapie im Maßregelvollzug? In diesem Vortrag werden die Ergebnisse einer explorativen Untersuchung vorgestellt. Die Zielsetzung einer konstruktiven Angehörigenarbeit muss bestimmte Schlüsselfaktoren ins Bewusstsein rücken, um daraus eine wirkungsvolle Ausrichtung für alle Beteiligten zu ermöglichen.

Mareike Czeskleba führt die Stabsstelle der Klinikleitung in der Klinik für forensische Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Bremen-Ost.

Thomas Auerbach: Safewards im Maßregelvollzug

Das Konzept Safewards vermittelt den Zusammenhang zwischen der Entstehung von Krisen, Konflikten und möglicher Gewalt in den psychiatrischen Einrichtungen. Es trägt dazu bei und ermöglicht, dass Patient:innen und Mitarbeiter:innen ein sicheres Gefühl entwickeln können und Empathie, Hoffnung und Respekt auf ihrer Station und im Austausch mit den Angehörigen erleben dürfen.

Thomas Auerbach ist Pflegepädagoge, Trainer für Safewards. Er führt die pflegerische Stationsleitung des kbo-Isar-Amper-Klinikums München-Ost, Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie.

Birgit von Hecker: Videobesuche im Maßregelvollzug

Dieser Beitrag behandelt den innovativen Ansatz der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Bad Emstal, nach dem Patienten auch über eine Videoschaltung in Kontakt mit ihren Angehörigen treten können. Gerade während der Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie ist dies eine große Erleichterung für alle Beteiligten. In einem Interview berichtet Dr. Birgit von Hecker von diesem Pilotprojekt.

Das Video wurde uns mit freundlicher Genehmigung von den Vitos Kliniken zur Verfügung gestellt.

Weitere Videos des BApK

Was ist die Forensik?

Antworten auf die wichtigsten Fragen

Forensik - Ist das ein Krankenhaus oder doch eher ein Gefängnis? Welche Phasen durchläuft ein Patient in einer forensischen Klinik? Wie steht es mit der Schweigepflicht des Personals gegenüber den Angehörigen? Diese und weitere Fragen zur Forensik erklärt dieses Video.

Wie läuft ein Besuch in der Forensik ab?

Worauf Angehörige achten müssen

Kontakt zu Familien und Freunden zu halten ist für die Patienten einer forensischen Klinik sehr wichtig. Wie läuft solch ein Besuch ab? Worauf muss ich beim Besuch achten? Diese und weitere Fragen werden in diesem Video geklärt.

„Nach den Panikattacken kam die Angst vor der Angst“

Eine Mutter berichtet von der Sozialphobie ihrer Tochter

Soziale Phobie ist eine weitverbreitete psychische Erkrankung, bei der die Betroffenen eine unangemessene Angst vor dem Kontakt mit anderen Menschen haben. Sie geht weit über die bloße Schüchternheit hinaus und kann zur Vereinsamung führen, bei der die Erkrankten gar nicht mehr das Haus verlassen. Hier berichtet eine Mutter von der Erkrankung ihrer Tochter, welche Hilfen es gibt und was andere Erkrankte und ihren Angehörige tun können.

„Wir mussten einfach die Reißleine ziehen“

Ein Vater über die Postpartale Depression seiner Frau

Wenn ein Paar ein Kind bekommt, ist dies meistens eine Zeit der Freude und Zuversicht. Doch jede 14. Mutter erkrankt in den ersten drei Monaten nach der Geburt an einer Postpartalen Depression. Für Bert Scheufens und seine Frau begann eine nach der Geburt ihrer Tochter eine schwierige Zeit, in der er seine Frau so nie kannte und in der auch er als Ehemann und Vater völlig überlastet war. Gemeinsam fanden sie einen Ausweg.

Britta Scheufens zu postpartaler Depression

Psychische Erkrankungen rund um die Schwangerschaft und Geburt sind keine Seltenheit. Babyblues, postpartale Depression oder Psychose? Hier erklärt Britta Scheufens (Psychologische Beraterin) die Unterschiede, worauf man als Betroffener achten sollte und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

„Ich war zu gar nichts mehr in der Lage“

Eine Mutter über ihre postpartale Depression

Jede 14. Mutter erkrankt in den ersten drei Wochen nach der Geburt an einer postpartalen Depression. Hier berichtet eine Mutter von ihrem Erleben der Krankheit, wie das junge Elternpaar Hilfe fand und was sie anderen Eltern in deren Fall raten möchte.

Postpartale Depression: Eine Hebamme berichtet

Postpartale Depression ist eine ernsthafte psychische Erkrankung, von der jede Mutter in den ersten Wochen nach der Niederkunft betroffen sein kann. Aline Middeldorf ist Hebamme und schildert aus ihrer Perspektive die Krankheit, was sie vom "Babyblues" und anderen Erkrankungen unterscheidet und welche Möglichkeiten es gibt, wenn sie auftritt.

„Der Leidensdruck wird häufig unterschätzt“

Oliver Sechting berichtet von seiner Zwangserkrankung

Der Autor und Filmemacher leidet seit seiner Kindheit unter einer Erscheinungsform, bei der die Betroffenen glauben, dass ihre Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf Ereignisse nehmen, sie hervorrufen oder verhindern können.
Wie viele andere von Zwangserkrankungen Betroffene, leiden sie unter immer wiederkehrenden aufdringlichen Gedanken und Vorstellungen, die Unbehagen oder Angst hervorrufen. Viele Erkrankte entwickeln eine Art Ritual, um so die Qualen dieser Impulse zu mildern oder kurzfristig zu beseitigen. Je nach Stärke der Impulse können sie zum völligen Verlust der Fähigkeit führen, sich selbst zu versorgen.

„Das war alles für mich völlig neu“

Herr H. berichtet über die Zwangserkrankung seiner Frau

Wenn in der Familie jemand psychisch erkrankt, betrifft dies auch die Angehörigen. Denn die ganze Familie steht einer neuen Situation gegenüber. Herr H. berichtet über seine Erfahrungen mit der Zwangserkrankung seiner Freundin, die Schwierigkeiten, angemessene Hilfe zu finden und auch wie er sie unterstützte und sich selbst dabei schützte.

Anhörung im Petitionsausschuss

Dr. Rüdiger Hannig in Berlin am 15. 6. 2020

Zur Petition, die der BApK am 24. September letzten Jahres gestartet hatte, wurde am 15. Juni der BApK durch den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages angehört. Den BApK vertrat dabei der stellvertretende Vorsitzende Dr. Rüdiger Hannig, begleitet vom Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Charité Berlin, Prof. Dr. Andreas Heinz.

In seiner Petition fordert der BApK geeignete Maßnahmen, damit in psychiatrischen, kinder- und jugendpsychiatrischen und psychosomatischen Kliniken flächendeckend und in allen Altersgruppen ausreichend Personal und genügend Zeit für eine gute Behandlung zur Verfügung stehen. Zu beobachten ist derzeit das Gegenteil: Patienten, deren Angehörige und die Mitarbeiter der psychiatrischen, kinder- und jugendpsychiatrischen und psychosomatischen Kliniken sind infolge von Arbeitsverdichtung und unzureichenden Personalschlüsseln am Limit.

„Das wäre früher überhaupt nicht gegangen!“

Klaus N. erzählt über seine Erfahrung mit sozialen Ängsten

„Ich kann die Erwartungen nicht erfüllen.“ „Ich werde mich blamieren.“ „Ich werde rot werden und alle anderen werden mich peinlich finden.“ Diese Ängste bestimmen häufig das Verhalten von Menschen, die unter Sozialphobie leiden. Die Angst vor dem Versagen wird oftmals durch die Furcht vor körperlichen Symptomen wie Erröten, Zittern, Herzrasen, Schwitzen und Sprechhemmungen verstärkt. Viele Betroffe versuchen, diesen belastenden Situationen aus dem Weg zu gehen und ziehen sich immer mehr in sich zurück. Das ist aber keine Lösung, findet Klaus N. ...

„Und irgendwann stürzte alles zusammmen.“

Leben mit Schizophrenie.

Schizophrenie ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern, und kaum ein Verlauf ist wie der andere. In jedem Fall aber ist sie belastend, und die Symptome verunsichern nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihre Familien, ihre Freunde und Kollegen. In diesem Video erzählt Ivo Neunaber über den Beginn und den Verlauf seiner Erkrankung – und darüber, was ihm geholfen hat.

„Ich bin immer wieder völlig hilflos.“

Wenn das eigene Kind an Schizophrenie erkrankt

Wenn das eigene Kind an Schizophrenie erkrankt, ist das meist der Beginn eines sehr langen, schwierigen Weges - für alle Beteiligten. Hoffnung und Frustration wechseln sich ab, Hilfen bleiben aus oder müssen erst mühsam gefunden werden, Freunde und Bekannte reagieren mit Unverständnis oder sogar Vorwürfen. Antje Trapp kennt diese Situation aus eigener Erfahrung. 

„Hilfe suchen und sich nicht entmutigen lassen!“

Jurand Daszkowki lebt seit vielen Jahren mit Depressionen

Jeder Mensch kennt Phasen im Leben, in denen alles grau erscheint. Aber eine Depression im medizinischen Sinne ist etwas anderes als eine vorübergehende Phase der Niedergeschlagenheit oder ein Stimmungstief. Eine Depression ist eine ernste Erkrankung, die das Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst und häufig von körperlichen Symptomen begleitet wird. Doch es gibt verschiedene Formen der Hilfe ...

„Der Gegner ist die Krankheit , nicht meine Frau.“

Stefan K. spricht über Depression in der Partnerschaft

Depressionen verändern das Leben grundlegend. Die alltäglichsten Aufgaben scheinen plötzlich unüberwindlich, die Lebensfreude geht verloren. Das ist schwer auszuhalten, auch für die Familie und Freunde. Die Emotionen pendeln zwischen Verständnis und Frustration, Schuldgefühle belasten beide Seiten. Stefan K. und seine von Depressionen betroffene Frau gehen diesen schwierigen Weg gemeinsam und in engem Austausch. Unterstützung findet er im Gespräch mit anderen Betroffen in einer Selbsthilfegruppe.

Mitten im Leben: Psychisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen

Gemeinsam gegen Vorurteile. Gemeinsam gegen Stigmatisierung. Für die Angehörigen zählt nicht die Krankheit, sondern der Mensch!

Sei ansteckend! Engagier Dich in der Selbsthilfe.

Ob als Mutmacherin oder Herzdame, ob als Spielmacher oder guter Zuhörer: Jeder kann die Welt ein bisschen besser machen.

Zum Beispiel durch ehrenamtliches Engagement. Zum Beispiel in der Selbsthilfe :) !!!