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Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen

BApK

Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V.

Wenn das noch geht kann es nicht so schlimm sein

Eine Buchrezension von Janin Eder.

 

Ich habe mir das Buch ausgewählt, da ich selbst schon Psychiatriepatientin war und es mich interessiert wie es anderen auch damit ergeht. Das Buch liest sich gut und flüssig, manchmal sogar leicht mit Humor. Ich konnte nachvollziehen wie er sich fühlt...

"Ich fühle mich so durch und durch verschwunden, und ich bin mir sicher, dass bald auch alle anderen merken, dass ich hier nicht hergehöre. Zugleich ist mir natürlichklar, dass sie das nicht tun werden. Ich weiß das, auch wenn ich es nicht fühlen kann. Und ich schäme mich dafür, dass ich mich so wichtig nehme. Dass ich die anderen weiter glauben lasse, dass ich zu ihnen gehöre. Dass ich nicht zu meinem Chef gehe und sage, dass ich meine Arbeit nicht mehr kann, wahrscheinlich nie konnte. Dass ich mich so wichtig nehme, dass ich denke, ich dürfte meinen Chef mit meinem Gejammer nerven."

Der Autor Benjamin Maack nimmt kein Blatt vor dem Mund und beschreibt genau wie sich ein Betroffener von Depressionen fühlt. Er gibt einen Einblick wie er mit sich selbst kämpft, während seinen zweiten Psychiatrieaufenthaltes. Er war vor vier Jahren schon mal in derselben Psychiatrie, aufgrund eines Nervenzusammenbruch. Diagnose: Depression. Man lernt den Autor mit seiner Erkrankung kennen, wie er von einer Leere erzählt. Von Gedanken die sich in seinen Kopf abspielen, wie er auf Menschen wirkt und was die Medikamente sowie die Nebenwirkungen mit ihm machen. 

Er beschreibt wie Depression sich anfühlt und immer wieder die Gedanken an seine Familie.

"Ich halte mich für irgendwie merkwürdig, aber gesund. Irgendwie merkwürdig, weil Politik und Geld und Beziehungen und Familie und Arbeit und Wünsche, weil eben sowieso alles merkwürdig ist. Gesund, weil, wenn alles merkwürdig ist, merkwürdig ja normal ist."

Ich glaube das dieses Buch auch für Angehörige geeignet ist, weil gezeigt wird wie ein Mensch der an Depressionen erkrankt ist sich fühlt und eine Psychiatrie nichts Schlimmes ist. Sondern genau dann hilft.
 


 

Eine Rezension von Janin Eder über "Wenn das noch geht kann es nicht so schlimm sein" von Benjamin Maack, erschienen 2020 (suhrkamp).

Ich bin Janin und 26 Jahre alt und komme aus Berlin. Momentan befinde ich mich in Therapie und habe das Ziel nächstes Jahr wieder beruflich was zu machen. Das Interesse an psychischen Erkrankungen, habe ich durch meine eigene Krankengeschichte.

Es ist wichtig sich damit auseinanderzusetzen, so kann man mehr und mehr zurück ins Leben finden. 

 


 

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