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Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen

BApK

Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V.

BApK-Newsletter 08/2018 (19. April)

Angehörige und Selbsthilfe

Klinikvereinbarung

In Bayern konnte nun auch mit den Kliniken des Bezirks Oberfranken eine Vereinbarung zur Einbeziehung von Angehörigen in die Behandlung abgeschlossen werden. [Als PDF-Datei herunterladen]

Wenn Mama Depressionen hat

Berliner Morgenpost: Simone Matthe ist Sozialpädagogin und arbeitet als Kinderschutz-Koordinatorin im Jugendamt Pankow. Sie hat die "AG Kinder psychisch kranker Eltern in Pankow" mit initiiert. Ziel ist es, wirksame Hilfen für Familien zu entwickeln – durch eine systemübergreifende Zusammenarbeit der Institutionen. [Link]

Psychische Erkrankungen und Behandlung

Monatelang auf eine Behandlung warten

Der Tagesspiegel (Rainer Wonratschka): Im Schnitt knapp 20 Wochen dauert es, bis psychisch Kranke an eine Behandlung kommen. Experten bezeichnen eine solche Wartezeit als unzumutbar. [Link]

Zum Thema Therapienotstand und Mangelversorgung psychisch Erkrankter äußerst sich auch DGPPN-Präsident Arno Deister in 3sat. [Link]

Gesellschaft

AfD-Anfrage zu Menschen mit Behinderung

Ärzteblatt: Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, hat sich empört über eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion zum Thema „Schwerbehinderte in Deutschland“ gezeigt. „Es ist erschütternd und völlig inakzeptabel, dass in einer Anfrage im Deutschen Bundestag erkennbar im Subtext vermittelt wird: Die Zunahme von Behinderung ist ein gesellschaftliches Übel“. [Link]

Recht und Gesetz

Massive Kritik an PsychKHG für Bayern

Die Zeit: Patienten sollen bei der Polizei gemeldet und Daten fünf Jahre gespeichert werden: Fachleute sind schockiert vom bayerischen Entwurf eines neuen Psychiatriegesetzes. Felicitas Wilke stellt die wesentlichen Änderungen und die Kritik daran vor. [Link]

Auch die DGPPN kritisiert aufs Schärfste den aktuellen Entwurf. Sie schlägt der Bayerischen Landesregierung vor, ihr geplantes Gesetzesvorhaben zu überarbeiten und steht ihr zusammen mit dem „Aktionsbündnis Bayerisches Psychiatrie-Kranken-Hilfe-Gesetz“ dazu beratend zur Verfügung. [Link]

Eine kritische Stellungnahme gibt es auch von der Bayerischen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie. [Als PDF-Datei herunterladen]

Der Gesetzentwurf ist >>hier als PDF-Datei nachzulesen.

Deliktorientierte Psychotherapie

Die Zeit: Sein halbes Leben sitzt Hugo Portmann im Gefängnis und wehrt sich gegen alle Versuche, ihn zu einer Therapie zu zwingen. Nach 35 Jahren kommt er frei. Dafür musste er seinen größten Feind bezwingen: Die Gefängnispsychiatrie. Margit Sprecher erzählt seine Geschichte. [Link]

Arbeit

Psychosoziales Coaching

Im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU, CSU wird das Ziel formuliert, „dass Menschen, die schon sehr lange arbeitslos sind, wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnet“ werden soll. Unzureichend behandelte psychische Erkrankungen sind dabei die größte Barriere. Darauf weist die Stiftung Deutsche Depressionshilfe hin. Sie setzt sich dafür ein, das "Psychosoziales Coaching" in Jobcentern zu etablieren. [Link]

Zeitschriften

Psychosoziale Umschau

In der aktuellen Ausgabe erzählen Janine Berg-Peer (kostenloser Download) und Christoph Müller von Diskriminierungen, die Angehörige von Profis erfahren. Edith Scherer berichtet über individuelle Angehörigenberatung und Christian Zechert stellt einige Ergebnisse der BApK-Befragung zum Einbezug von Angehörigen in die Behandlung vor. [Link]

Geschichte

Schwierige Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen

Deutschlandfunk (Ludger Fittkau): Während der NS-Zeit wurden im Rahmen sogenannter Euthanasie-Aktionen chronisch psychisch Kranke und Behinderte systematisch ermordet. 15.000 Menschen wurden allein im Hessischen Hadamar umgebracht. Im Alltag tut sich der Ort immer noch schwer damit, einen angemessenen Umgang mit den Gräueltaten zu finden. [Link]

Internet und neue Medien

Datenschutz

Das Netzwerk unabhängige Beratung hat ein Muster für ein Datenschutzhandbuch herausgegeben. Es soll Beratungsstellen in der unabhängigen Teilhabeberatung als Anleitung für die Erstellung eines eigenen Datenschutzhandbuches sowie zur Etablierung und Sicherung des Datenschutzes in der Beratungsstelle dienen. [Als PDF-Datei herunterladen]

Lesen

Bitterschönes Schicksal

Caroline Trautmann schreibt in der Zeitschrift "Psychosoziale Umschau": "Mit dem Roman erhält man einen Einblick über belastete Familien, deren Familiendynamik und wie man mit Veränderungen in Hinblick mit psychischen Erkrankungen umgehen lernen muss und kann." [Zur Buchbesprechung]

Heidi Lehmann: Bitterschönes Schicksal oder als meine Mutter seltsam wurde. Königswinter, KUUUK Verlag 2017, ISBN 3-96290-001-4, 218 Seiten, 14 Euro

Dabei sein

Von Schnittstellen zu Nahtstellen

Die Jahrehstagung des Dachverbandes Gemeindepsychiatrie findet am 20. und 21. Juni in Dresden statt. Unter dem Titel "Lebensweltorientierte Komplexleistungen – von Schnittstellen zu Nahtstellen" steht die Gestaltung der Schnittstellen an den Sozialgesetzbüchern unter dem Einfluss des Bundesteilhabegesetzes sowie an den Nahtstellen der Gemeindepsychiatrie mit Jugendhilfe und medizinischer Behandlung im Vordergrund. [Link]

Streiflicht

Was wir von Ameisen lernen können

Spektrum: Ameisenkolonien sind komplex, haben jedoch kein Oberhaupt, das sie regiert. Wie sie auch ohne zentrale Steuerung funktionieren und was Menschen von ihnen lernen können, erforscht die Biologin Deborah Gordon. [Link]

Impressum

Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. (BApK)

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53119 Bonn
Telefon: (0228) 710024-00
Fax: (0228) 710024-29
E-Mail: bapk@psychiatrie.de
Internet: www.bapk.de
Vereinsregister: Bonn Nr. 20 VR 5250
Geschäftsführerin: Dr. Caroline Trautmann
Redaktion: Ludwig Janssen
Kontakt: news.bapk@psychiatrie.de

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