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Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen

BApK

Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V.

BApK-Newsletter 03/2021 (04. Februar)

"Ja" = positiv, "Nein" = negativ. Was aber, wenn es andersherum ist? Wenn "Ja" sagen krank macht? Antonia (von ihr ist auch die Illustration) vom Projekt "Locating your Soul" des BApK berichtet über ihre Erfahrung damit, eigene Grenzen gegenüber ihrer psychisch erkrankten Mutter nicht gesetzt zu haben. Smilla schreibt zum Thema "Therapie hinter Mauern". Weitere Beiträge folgen. [Link]

Psychische Erkrankungen und Behandlung

► Nehmen psychische Krankheiten zu?

Spektrum der Wissenschaft: Laut Statistiken wird bei immer mehr Menschen eine seelische Störung diagnostiziert. Frank Jacobi fragt: Wie ist das zu erklären? [Link]

► Leben ohne Psychopharmaka – geht das?

Nach der Weise des offenen Dialogs laden Christian Burr und Andrea Zwicknagl die Autor:innen des Buchs "Medikamentenreduktion und Genesung von Psychosen" Jann E. Schlimme, Thelke Scholz und Renate Seroka zu einem trialogischen Online-Gespräch am 18. Februar von 18:00 bis 19:30 Uhr ein. [Link]

► Häusliche Behandlung von Kindern oft eine gute Option

Ein Home-Treatment von Kindern und Jugendlichen mit psychiatrischen Erkran­kungen wird international mit guten Erfolgen eingesetzt, auch in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommen Versorgungsforscher:innen aus Österreich. [Link]

► Psychotherapie: Fragen für eine gerechte Versorgung

Ärzteblatt: Der Frage, wie eine gerechte psychotherapeutische Versorgung in Deutschland aussähe, sind Expert:innen und Gesundheitspolitiker:innen bei einem digitalen Symposium des Verbands Psychologischer Psy­chotherapeutinnen und Psychotherapeuten (VPP) nachgegangen. [Link]

► Safewards: Sicherer auf Station

EPPENDORFER: Aggressionen, Selbstverletzungen, Suizidversuche oder Entweichungen rufen auf psychiatrischen Stationen Gegenmaßnahmen wie Fixierungen, Zwangsmedikation oder Isolierungen hervor. Das Safewards-Modell bietet Interventionen an, um Konflikte dieser Art zu reduzieren. Prof. Dr. Michael Löhr stellt das Modell vor. [Link]

► Vielfalts-Check

Leben ist vielfältig. Leben Sie Vielfalt? Bei der Diakonie Deutschland kann man testen, wo die eigene Organisation steht und man bekommt wertvolle Empfehlungen für die weitere Entwicklung. Der Vielfalts-Check hat sechs Kategorien und dauert jeweils ca. zehn Minuten. [Link]

► COVID-19 und psychische Erkrankungen

Im Rahmen der Diskussion zur Impfung gegen COVID-19 hat die DGPPN Eckpunkte zu COVID-19-Impfung in der psychiatrischen Versorgung veröffentlicht. Denn: Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen infizieren sich deutlich häufiger mit COVID-19, zeigen einen schwereren Verlauf und haben ein höheres Sterberisiko als die Allgemeinbevölkerung. [Link]

MUT-TOUR 2021

Wer im Sommer 2021 sieben Tage am Stück unterwegs sein und sich für mehr Offenheit im Umgang mit Depression einsetzen will, für den oder diejenige könnte die Teilnahme an der MUT-TOUR interessant sein. Nachdem sie 2020 überwiegend virtuell stattfinden musste, ist das Organisationsteam guter Dinge, dass in diesem Jahr ein Unterwegssein möglich sein wird. [Link]

► Gesundheitskompetenz

Ärztezeitung: Um die Gesundheitskompetenz in Deutschland ist es schlecht bestellt, melden Wissenschaftler:innen. Das hat Auswirkungen auf die Gesundheit selbst und die Arzt-Patienten-Kommunikation. Anno Fricke stellt die Ergebnisse vor. [Link]

► Erster Lockdown: Zunahme von Angst und Depressivität

Ärzteblatt: Während der ersten Infektionswelle und dem Beginn des Lockdowns im Früh­jahr 2020 waren Ängstlichkeit und Depressivität in der Bevölkerung erhöht. Das zeigt eine Unter­suchung des Psychologischen Instituts der Johannes Gutenberg-Universität Mainz u.a. [Link]

► "Hat man uns vergessen?"

Süddeutsche Zeitung: Matthias Schmidts Schule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung ist im Lockdown geschlossen – wie eine reguläre Schule. Aber das ist sie nicht. Die Schüler:innen trifft das hart. Ein Protokoll von Susanne Klein. [Link]

Arbeit

► Online-Seminar: Arbeitswelt und psychische Erkrankungen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR) bietet am 3. März ein Online-Seminar zum Thema Arbeitswelt und psychische Erkrankung an. Die Teilnahmenegebühr beträgt 59 Euro. [Link]

Gabriele Beek meint in der Zeitschrift Psychosoziale Umschau: "Maren Lammers »Reiseführer« empfiehlt sich jedem, der auf der Suche nach sich selbst ist, aber auch Menschen, die andere auf Wegen der Selbstentwicklung begleiten." [Link]

Maren Lammers: Muttermale und Vaters Spuren - Ein Reiseführer für mutige Selbstentdecker. BALANCE buch + medien, Köln 2020, 224 Seiten, ISBN: 978-3-86739-178-8, 20 Euro.

Internet und Neue Medien

► Trigger statt Therapie

Lisa von Psychologeek (ein Angebot von ARD und ZDF) wollte Psychologie-Apps gegen Depression und psychische Probleme testen. Aber dann war da diese App mit Suizid-Nachrichten und Bildern von Selbstverletzung. Und das in einer App, die psychologische Hilfe verspricht. [Link]

► "Was hab' ich?"

Über die kostenlose Online-Plattform "Was hab' ich?" sind bisher mehr als 47.350 medizini­sche Diagnosen in leicht verständliche Sprache übersetzt worden. Patient:innen könnten anonym Befunde hochladen oder sie per Fax zuschicken. Wenige Tage später erfolgt die Übersetzung, um die sich ein Team von etwa 100 Medizinstudent:innenen und Ärzt:innen kümmert. [Link]

► Digitale Medizin ist mehr als ein Lückenfüller

Ärztezeitung: Telemedizin und andere digitale Angebote sollen ländliche Strukturschwächen ausgleichen. Doch sie können mehr, zeigen zwei Kassen. [Link]

Forschung

► Neue Plattform führt Forschungsdaten zu COVID-19 zusammen

Eine neue Forschungsdatenplattform soll Informationen zu SARS-CoV-2-Infektionen zusam­men­­führen und Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen wissenschaftliche Auswertungen ermöglichen. [Link]

► COVID-19: Schizophrenie erhöht Sterberisiko

Ärzteblatt: Zu den Bevölkerungsgruppen, die zumindest in den USA ein ungewöhnlich hohes Risiko haben, im Fall einer Infektion mit SARS-CoV-2 an COVID-19 zu sterben, gehören Patient:innenen mit einer Schizophre­nie. Für andere psychiatrische Erkrankungen konnte eine Studie in JAMA Psychiatry (2021; DOI: 10.1001/jamapsychiatry.2020.4442) keine vermehrte Gefährdung nachweisen. [Link]

Die Aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Kerbe – Forum für soziale Psychiatrie" hat den Themenschwerpunkt "Ethische Fragen in der Sozialpsychiatrie".

Inhaltsverzeichnis und Editorial [PDF] sowie der Beitrag "Zur ethischen und gesellschaftlichen Verantwortung der Psychiatrie" von Diana Meier-Allmendinger und Ruth Baumann-Hölzle [PDF] stehen als kostenlose PDF zur Verfügung. [Link]

Streiflicht

► Straßenbäume als Mittel gegen Depressionen

Informationsdienst Wissenschaft: Straßenbäume im direkten Lebensumfeld könnten das Risiko für Depressionen in der Stadtbevölkerung reduzieren. Das ist das Ergebnis einer Studie. Straßenbäume in städtischen Wohngebieten zu pflanzen könnte demnach eine effektive und preiswerte naturbasierte Lösung sein, um psychische Krankheiten, den lokalen Klimawandel und den Verlust biologischer Vielfalt zu bekämpfen. [Link]

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