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Newsletter 12/2026 (10. Juni)

Vom 10. bis 15. August und vom 8. bis 15. Oktober kommt die Expedition Depression der Deutschen Depressionsliga mit ihrem Bus an Schulen. Nun startet die Bewerbungsphase für Schulen. Weitere Informationen und das Bewerbungsformular sind auf der Projektseite zu finden. [Link]

► Planung von Veranstaltungen in der Jungen Selbsthilfe

Die BAG SELBSTHILFE hat einen "Leitfaden zur Planung und Durchführung von Präsenzveranstaltungen in der Jungen Selbsthilfe" veröffentlicht. [PDF]

Wissenschaft und Forschung

► Wann kippt eine Depression?

Ziel des Forschungsverbunds FUTURE-D ist es, schwere und chronische Verläufe von Depressionen früher vorherzusagen und Behandlungen gezielter auf einzelne Patientinnen und Patienten zuzuschneiden, damit Betroffene nicht mehr jahrelang verschiedene Therapien durchlaufen müssen, bis eine wirkt. [Link]

► Erwartungen beeinflussen Therapieerfolg bei Depression

Informationsdienst Wissenschaft: Erwartungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Depressionen. Eine Studie [DOI, englisch: https://doi.org/10.1038/s41398-026-04070-x] des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zeigt: Menschen mit Depression, die kurzfristig besonders stark auf Placebo-Behandlungen reagieren, profitieren auch langfristig stärker von Behandlungserwartungen. [Link]

► Wie Chatbots bei der Diagnose unterstützen können

Ärzteblatt: Forschende in den USA haben nach der optimalen Form der Zusammenarbeit von menschlicher und Künstlicher Intelligenz in der Diagnostik gesucht [DOI, englisch: 10.1038/s41746-026-02545-1]. [Link].

Auf neuen Internetseiten informiert die Aktion Mensch über die Autismus-Spektrum-Störung – in schwerer und Leichter Sprache. [Link]
Foto: ­Lebenshilfe/David Maurer

► Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche

Seit April 2026 ist in Zittau die "Beratungsstelle Seelische Gesundheit für Kinder und Jugendliche" eröffnet. Sie schließt künftig die Lücke zwischen ersten psychischen Auffälligkeiten und klinischer Diagnostik und Behandlung. [Link]

► Psychische Störungen: Ein Risiko für Gewalt?

Deutschlandfunk: Amokfahrten, Messerangriffe – und dann stellt sich mitunter heraus: Der Täter hat eine psychiatrische Diagnose. In den Diskussionen über solche Gewalttaten sind Fakten oft Mangelware. Wie groß ist das Risiko also wirklich? Kathrin Kühn und Lukas Kohlenbach gehen der Frage nach. [Link]

► S3-Leitlinie zu Posttraumatischen Belastungsstörungen

Die Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie hat mit anderen Fachorganisationen die S3-Leitlinie "Posttraumatische Belastungsstörungen" aktualisiert und um Kapitel zu speziellen Gruppen von Betroffenen ergänzt. [PDF]

Politik und Gesellschaft

► Warum ich für eine Schwarze Psychologie kämpfe

taz: Was, wenn die Wissenschaft vor allem weiße Erfahrungen beschreibt? Die Schwarze Psychologin Dr. Gina Sissoko über Rassismus und Heilung. [Link]

Recht und Gesetz

► Zwangsbehandlung außerhalb von Kliniken

Ärztliche Zwangsmaßnahmen an Menschen mit rechtlicher Betreuung sollen in Ausnahmefällen künftig auch außerhalb eines Krankenhauses möglich sein. Mit einer Reform, die das Bundeskabinett beschlossen hat, soll eine entsprechende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt werden. [Referentenentwurf]

Das mäd festival für psychoseerfahrene Menschen, Angehörige und Fachpersonen bietet einen Raum für Hoffnung, Dialog und gelebte Vielfalt. Vom 26. bis 28. Juni treffen sich Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Ideen am Schwielowsee in Brandenburg zu Gesprächen, Workshops und offenen Formaten. [Link]

Internet und neue Medien

► Emotionale Abhängigkeit als Geschäftsmodell

Deutschlandfunk: Während Social Media unsere Aufmerksamkeit zu Geld gemacht hat, macht die KI-Industrie unsere emotionalen Grundbedürfnisse zur Ware. Für manche Menschen wird sie zum Freund, zur Therapeutin oder zur großen Liebe. Welche Mechanismen stecken dahinter und wann wird es gefährlich? [Link]

Arbeit

► Mehr soziale Verbundenheit in Unternehmen

Ärzteblatt: Einsamkeit ist nach Einschätzung der Betriebskrankenkassen auch ein Thema der Arbeitswelt. Bei der Veranstaltung "Allein im Team? Wie Unternehmen Einsamkeit vorbeugen und Zusammenhalt fördern" des Dachverbandes der Betriebskrankenkassen betonten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Praxis die Bedeutung sozialer Verbundenheit in Unternehmen. [Link]

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