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Newsletter 17/2024 (14. August)

Link zur BApK-Aktion "Angehörige schreiben Geshichte(n)".

Der BApK und seine Landesverbände möchten Angehörigen und ihren Geschichten Gehör verschaffen und ihnen eine Stimme geben. Egal, ob traurig, wütend oder hoffnungsvoll, ein Text, ein Gedicht oder was immer Sie für ein Ausdrucksmittel wählen: Lassen Sie andere Menschen daran teilhaben. Die Einreichungen werden (auch anonym) auf der Internesteite "Angehörige im Mittelpunkt" veröffentlicht. [Link]

Psychische Erkrankung und Behandlung

► Kinder häufiger stationär versorgt

Im Jahr 2022 sind erneut mehr Kinder und Jugendliche wegen psychischer Erkrankungen und Verhal­tens­störungen stationär in Krankenhäusern behandelt worden. Nach Verletzungen und Vergiftungen war die Psyche der zweithäufigste Grund für Klinikaufenthalte, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. [Link]

► NRW plant 681 neue Plätze in forensischen Kliniken

Ärzteblatt: Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) plant für die kommenden Jahre, landesweit 681 Plätzen für psychisch kranke Straftäter in neuen und vorhandenen forensischen Kliniken und Abteilungen zu schaffen. Das berichtet die Rheinische Post. [Link]

So hautnah, bewegend und unmittelbar konnte man bisher kaum den Alltag einer Psychiatrischen Akutstation sehen: Die fünfteilige Doku-Serie "Akutstation Psychiatrie" begleitet Patientinnen und Patienten sowie Behandelnde und erzählt ihre Geschichten. Sie ist in der ARD Mediathek zu sehen. [Link]

Gesellschaft und Polititk

► Komplett vergessen

taz: Menschen mit Downsyndrom bekommen fast immer auch Alzheimer. Was das für Betroffene und Angehörige bedeutet, was die Politik verschläft und was Länder wie Spanien und Irland längst besser machen. Von Dunja Batarilo. [Link]

Uwe Gonther empfiehlt das Buch "Unter Verrückten sagt man du" von Lea de Gregorio in der Zeitschrift "Sozialpsaychiatrie Informationen", Thomas Bock in der "Psychosozialen Umschau". Im Interview mit Christoph Müller meint sie: "Ich beantworte im Buch erzählerisch, inwiefern Verrückte in unserer Gesellschaft [...] eine unterdrückte Minderheit sind und welche Rolle die Psychiatrie dabei spielt. Es soll dazu einladen, zu hinterfragen, was »psychisch krank« eigentlich bedeutet..." [Interview als PDF-Datei]

Arbeit

► Lost in Perfection?

Fast die Hälfte der Berufstätigen in Deutschland fühlt sich im Job häufig oder sehr häufig unter Stress. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die die Krankenkasse KKH veröffentlichte. [Link]

Psychosoziale Umschau 3/2024.

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Psychoziale Umschau" schreibt Rechtsanwältin Wiebke Schubert (Beisitzerin im BApK-Vorstand) über die Rechte von Angehörigen in der Krise und der BApK-Vorsitzende Rüdiger Hannig begründet die Forderung nach der Notfallnummer 113 für psychische Krisen. Cornelia Schäfer spricht mit Dr. Thea Rauch über den Umgang mit und die Behandlung von Menschen mit extremistischen Einstellungen und Dirk K. Wolter über "Psychiatrie ohne Psychiater?" [Editorial und Inhaltsverzeichnis als PDF-Datei]. [Link]

Wissenschaft und Forschung

► Prioritäten für den Forschungskompass Mentale Gesundheit

Betroffene und ihnen Nahestehende sind gefragt, beim 2. Online-Dialog ab dem 12. September ihre Prioritäten für den Forschungskompass Mentale Gesundheit einzubringen. Dies soll Forschende dabei helfen, ihre Themenauswahl zukünftig stärker am deren Bedarf auszurichten. [Link]

► Schwere Coronainfektion beeinträchtigt die Psyche

Ärzteblatt: Menschen, die eine schwere COVID-19-Infektion durchgemacht haben, weisen auch 2-3 Jahre danach häufig noch signifikante kognitive und psychische Symptome auf. Das zeigt eine in The Lancet Psychiatry (DOI: 10.1016/S2215-0366(24)00214-1) publizierte Langzeitstudie aus Großbritannien. [Link]

► Depressive Partner* von Frauen*

Eine Gruppe junger Soziologie-Studentierender der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg möchten in qualitativen Interviews erfragen, wie Frauen* ihren depressiven Partner* wahrnehmen. Kontakt: forschung.depression@gmail.com.

► Medizinchatbots derzeit nicht für kliniktauglich

Ärzteblatt: Sogenannte "Large language models" (LLM) wie ChatGPT erzielen in medizinischen Abschlussprüfungen mittlerweile bessere Ergebnisse als die meisten Medizinstudierenden, im klinischen Alltag wären sie bei der Diagnose von Krankheiten jedoch häufig überfordert, wie 2 Studien in npj Digital Medicine (DOI: 10.1038/s41746-024-01185-7) und Nature Medicine (DOI: 10.1038/s41591-024-03097-1) zeigen. [Link]

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Impressum

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