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Newsletter 03/2026 (04. Februar)

Die BAG Selbsthilfe hat eine Arbeitshilfe herausgegeben, die Methoden zur Mitgliedergewinnung und Mitgliederbindung bündelt. Sie beinhaltet eine wertschätzende Willkommenskultur, klassische Kommunikation sowie Ansätze, Mitglieder in Prozesse, Entscheidungen und Formate einzubeziehen. [PDF]

► Wenn die eigene Geschichte öffentlich wird

In der 14. Folge des Podcasts UNERHÖRT NAH der jungen Selbsthilfe des BApK erzählt Jelena davon, warum sie ihre eigene Geschichte öffentlich gemacht hat. [Link]

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Psychosoziale Umschau" (Inhaltsverzeichnis und Editorial als PDF) nimmt rassistische Diskriminierung in den Blick. Außerdem werden Projekte vorgestellt, die Menschen mit psychischen Erkrankungen helfen, geeignete Arbeitsmöglichkeiten zu finden. Im Gespräch mit der Autorin Lena Schätte geht es um das Familiensystem bei Suchterkrankung und die Ambivalenz im Umgang mit Alkoholismus. Ihre Dankesrede für die Wilhelm-Grisinger-Medaille der DGPPN für ihr Lebenswerk widmet Maria Rave-Schwank den Angehörigen. [Link]

Psychische Erkrankungen und Behandlung

► Deutlich mehr Psychiatrie-Aufenthalte von Jugendlichen

CORRECTIV: Während Recherchen von Miriam Lenz und Alexandra Ringendahl einen starken Anstieg bei Diagnosen und Psychiatrieaufenthalten zeigen, stellt die Bundesregierung das präventive Programm "Mental Health Coaches an Schulen" ein. [Link]

► Übergewicht belastet junge Menschen psychisch

Informationsdienst Wissenschaft: Übergewichtige Kinder haben offenbar ein erhöhtes Risiko für Depressionen und Angststörungen: Darauf hat die Stiftung Kindergesundheit hingewiesen. Vorbeugende Angebote dürften daher nicht nur Ernährung und Bewegung umfassen. [Link]

Politik und Gesellschaft

► Bundesweiter Datenaustausch bei Frendgefährdung

Im Dezember vergangenen Jahres hatte Niedersachsen eine Bundesratsinitiative zum verbesserten Datenaustausch zwischen den Ländern bei Fremdgefährdung durch Menschen mit einer psychischen Erkrankung eingebracht. Der Bundesrat hat der Initiative mehrheitlich zugestimmt. [PDF]

Eine Ausstellung des Psychose-Seminars Pankow zeigt bis zum 31. Mai Ausdruck und Erleben von Teilnehmenden. Die Arbeiten zeugen vom Innenleben psychoseerfahrener Menschen und ihrer Angehörigen. Texte begleiten die Werke, in denen Künstler*innen zu Wort kommen. Die Vernissage findet am 13. Februar um 16 Uhr statt. [Link]

Wissenschaft und Forschung

► Depressionen in WhatsApp-Sprachnachrichten erkennen

Ärzteblatt: Ein Machine-Learning-Modell kann anhand kurzer WhatsApp-Sprachnachrichten erkennen, ob eine Person an einer Depression leidet. Besonders gut funktionierte das Verfahren bei Frauen, bei denen eine Trefferquote von rund 92 % erreicht wurde. Das berichten Forschende im Fachmagazin PLOS Mental Health (englisch, DOI: 10.1371/journal.pmen.0000357). [Link]

► Hilfe-App für Menschen mit Demenz und pflegende Angehörige

Informationsdienst Wissenschaft: Menschen mit Demenz, die zu Hause leben, und pflegenden Angehörigen widmet sich das Forschungsprojekt "living@home". Ziel ist es, diese Personengruppen durch ein App-gestütztes Angebot zu entlasten und die häusliche Versorgungssituation langfristig zu stabilisieren. [Link]

Das Pfalzklinikum Klingenmünster zeigt bis zum 22. März eine Ausstellung über die Zwangssterilisiertung und Ermordung psychiatrisierter Menschen in der NS-Zeit. Ergänzend gibt es eine digitale Ausstellung, die Geschichten von Menschen, die Opfer von Zwangssterilisation und Mord wurden, beinhaltet.

► Die Irren gehören weggesperrt

Apothekenumschau: Diese Haltung prägte die psychiatrische Versorgung bis in die 70er-Jahre. Dann kam die große Reform der Psychiatrie,  berichtet Andrea Mayer-Halm. [Link]

► Bastard

Deutschlandfunk: Der achtjährige Günter wird 1967 im Kinderheim für "bildungsunfähig" erklärt, in die Psychiatrie abgeschoben und mit Psychopharmaka vollgepumpt. Erst Jahrzehnte später erfährt er von Medikamententests an Heimkindern. Wurde er dafür missbraucht, fragt Ilona Toller in der ersten Folge des achtteiligen Podcast "Versuchslabor Kinderheim". [Link]

Boris Friele meint über die besondere Stärke des Buches: "Unaufgeregt, informativ, anregend und bewegend eröffnet es einen gut greifbaren und hoffnungsvollen Zugang zur Bedeutung psychischer Krankheit und zu den Anliegen der Recovery-Bewegung." [Link]

Franz-Josef Wagner, Cornelia Schäfer: Hinfallen, Aufstehen, Weitergehen. Recovery durch Selbsthilfe. Psychiatrie Verlag 2024, 144 Seiten. ISBN 978-3-96605-226-9, 20,00 EUR

Streiflicht

► Mitgefühl macht glücklich

Ärztezeitung: Wer anderen mitfühlend begegnet, profitiert auch selbst – psychisch, sozial und emotional. Das zeigt eine Metaanalyse von über 40 Studien, die in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht wurde (englisch, DOI: 10.1038/s41598-025-23460-7). [Link]

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