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BApK

Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V.

BApK-Newsletter 06/2019 (28. März)

BApK und Landesverbände

"Die Wunschperle"

Der Autor und Illustrator Patrick Wirbeleit und Dr. Caroline Trautmann, Geschäftsstellenleiterin des Bundesverbandes der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen (BApK) e. V., stellten am vergangenen Wochenende die "Wunschperle" auf der Buchmesse Leipzig vor. Im Rahmen des Forums "Seelische Gesundheit" las Wirbeleit vor einem interessierten Publikum aus dem erfolgreichen Comic des BApK. Die erste Auflage ist restlos vergriffen. Ob es eine weitere Auflage oder eine andere Form der Veröffentlichung geben wird, ist bislang noch nicht entschieden.

Seminar "Gewaltfreie Kommunikation"

Der Landesverband NRW der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen e.V. bietet für den 13. und 14. Juli ein Seminar zum Thema "Gewaltfreie Kommunikation - Nicht nur nett sondern ehrlich... " in Wuppertal an. [Informationen als PDF]

Selbsthilfe

Bundestreffen Junge Selbsthilfe

Unter dem Motto "Zusammen mehr!" trafen sich vom 1. bis 3. März 70 junge Selbsthilfeaktive zum Bundestreffen Junge Selbsthilfe. Ihr Ziel: Erfahrungen austauschen, voneinander lernen und Pläne für eine stärkere Zusammenarbeit schmieden. [Link]

Auch Autor*innen vom "Junge Selbsthilfe Blog waren" dabei und berichten darüber. [Link]

"Mit Suizidgedanken leben? Suizidalität und Selbsthilfe"

Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrene lädt für den 13. April zur ersten deutschlandweiten Betroffenentagung zum Thema Suizidgedanken nach Gießen ein. [Link]

Undercover in der Psychiatrie

RTL hat am 18. März eine Dokumentation des "Team Wallraff" zu den Zuständen in der Psychiatrie und Jugendhilfe ausgestrahlt. Sie deckt enorme Missstände auf und hat hohe Wellen geschlagen. Auch der BApK ist entsetzt über die Bedingungen in den gezeigten Kliniken [BApK-Stellungnahme als PDF].

[Zur Reportage]
[Stellungnahme des Klinikums Frankfurt Höchst]
[Ärzteblatt: Hessen prüft Zustände in Höchster Psychiatrie]
[Artikel in der Zeitschrift EPPENDORFER]
[Artikel auf SPIEGEL ONLINE]
[Stellungnahme der DGSP als PDF]

Psychische Erkrankungen und Behandlung

Depressionen unter Ärzten*innen weit verbreitet

Ärztezeitung: Jeder vierte Arzt bzw. Ärztin in Deutschland gibt einer Umfrage zufolge an, unter Depressionen zu leiden, zwölf Prozent gaben Symptome eines Burn-outs an. [Link]

Kiffer sind häufiger psychisch krank

ZEIT ONLINE: Eine Studie bestätigt: Menschen, die regelmäßig Cannabis konsumieren, haben häufiger Psychosen. Dass Gras in Europa zunehmend mehr THC enthält, verstärkt das Problem. [Link]

Mobbing und wie es uns krank macht

Spektrum der Wissenschaft: Mobbing verursacht Depressionen, Angst- und Schlafstörungen. Besonders häufig sind Berufstätige am Arbeitsplatz betroffen sowie etwa jedes zehnte Schulkind. Ulrike Gebhardt geht der Frage nach, was wir dagegen tun können. [Link]

Recht und Gesetz

Wahlrecht für behinderte Menschen

Schon seit langem gab es Kritik an den Regelungen zum Wahlrecht für Behinderte. Zu den entschiedenen Gegnern gehörten u. a. Gudrun Schliebener, Vorsitzende des BApK und die Vorsitzende der Lebenshilfe Ulla Schmidt. Jetzt hatte der entschlossene Widerstand Erfolg: Das Bundesverfassungsgericht erklärte in einem Beschluss den Wahlrechtsausschluss von Menschen, für die ein Betreuer für alle Bereiche bestellt wurde, für verfassungswidrig [Begründung]. Die Regelungen zum Wahlrecht für Behinderte müssen geändert, psychisch kranke und behinderte Menschen dürfen nicht länger pauschal von Wahlen ausgeschlossen werden. Ein großer Sieg für die rund 80.000 Menschen, die bislang nicht an Europa- oder Bundestagswahlen teilnehmen durften.

Ärzteblatt: Der Bundestag hat einen Antrag auf Einführung eines inklusiven Wahlrechts beschlossen. [Link]

Ärzteblatt: Mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht wollen Grüne, Linke und FDP erreichen, dass Menschen mit Betreuungsbedarf bereits an den Europawahlen teilnehmen dürfen. [Link]

Mollaths langer Kampf

tageszeitung (taz): Gustl Mollath, der zu Unrecht siebeneinhalb Jahre in der Forensik weggesperrt wurde, verklagt den Freistaat Bayern und streitet für seine Entschädigung. Die scheint dem Richter begründet. [Link]

Psychiatriegeschichte

Stiftung Anerkennung und Hilfe

Die Stiftung Anerkennung und Hilfe unterstützt Betroffene, die zwischen 1949 und 1975 in der Bundesrepublik bzw. von 1949 bis 1990 in der ehemaligen DDR in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben. Die Anmeldefrist für Betroffene wurde bis zum 31. Dezember 2020 verlängert. [Link]

Medikamenten­versuche an Heimkindern

Ärzteblatt: Kinder und Jugendliche aus niedersächsischen Heimen und psychiatrischen Einrichtungen sind in der Nach­kriegs­­zeit für Medikamentenversuche benutzt worden. Das geht aus einer Studie [PDF] im Auftrag des Sozialministeriums hervor. [Link]

Arbeit

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz

Ein Sonderheft der "ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention" der  Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat das Thema "Psychische Gesundheit" als Schwerpunkt. [PDF]

Zahl der Fehltage wegen psychischer Probleme seit 2007 verdoppelt

ZEIT ONLINE: In Deutschland melden sich immer mehr Menschen wegen psychischer Probleme krank. Das geht aus einer Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. [Link]

Neue Medien und Internet

Internet- und mobilbasierte Interventionen bei psychischen Erkrankungen

Ärzteblatt: Mit fortschreitender Digitalisierung werden zunehmend internet- und mobil­basierte Selbstmanagement-Interventionen für psychische Erkrankungen angeboten. Das Ärzteblatt stellt Pro und Contra gegenüber. [Link]

"Die Vermessung der Psychiatrie"

Wenn man die gegenwärtige Psychiatrie verstehen will, muss man verstehen, was in den Köpfen von Psychiatern vor sich geht, sagt Stefan Weinmann. Er plädiert dafür, dass sich die Psychiatrie mehr den sozialen und gesellschaftlichen Bedingungsfaktoren stellt. Mit diesem Buch liefert er einen kritischen und hochspannenden Beitrag. [Informationen als PDF]

Stefan Weinmann: Die Vermessung der Psychiatrie – Täuschung und Selbsttäuschung eines Fachgebiets. Psychiatrie Verlag 2018, 288 Seiten, ISBN: 978-3-88414-931-7, 25 Euro.

Streiflichter

Was hab` ich?

Medizinstudenten*innen übersetzen kostelos Befunde in eine für Patienten*innen verständliche Sprache. [Link]

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