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Newsletter 08/2026 (15. April)

► Der hohe Preis der Honorarkürzungen

Deutschlandfunk: Es gibt zu wenige Therapieplätze und die Wartezeiten sind monatelang. Die ambulante Versorgung psychisch kranker Menschen steht unter Druck. Nun droht sich die Lage zu verschärfen, denn die Krankenkassen kürzen die Honorare. [Link]

► Bedeutung der Elektrokonvulsionstherapie

Führende internationale Fachgesellschaften haben sich klar zur Wirksamkeit und Verträglichkeit der Elektrokonvulsionstherapie (EKT) positioniert und eine wissenschaftliche und evidenzbasierte Darstellung eingefordert. Damit üben sie deutliche Kritik an der Darstellung der EKT in aktuellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) unterstützt diese Kritik ausdrücklich. [Link]

Angehörige und Selbsthilfe

► "Unsichtbar verbunden" in Kiel

Die Wanderausstellung "Unsichtbar verbunden" der jungen Selbsthilfe des BApK zeigt vom 13. bis 29. April in der Stadtbücherei Kiel persönliche Texte und Kunst junger Angehöriger psychisch erkrankter Menschen. Sie thematisiert Verantwortung, Unsicherheit, Zusammenhalt. 

► Wirksame Gewaltprävention

Der BApK begrüßt das Positionspapier der DGPPN vom Februar 2026: Wirksame Gewaltprävention gelingt vor allem durch konsequente Behandlung psychischer Erkrankungen, nicht durch Sicherheitsmaßnahmen.[Link]

► Jahresbericht Landesverband Bayern

Der Landesverband Bayern hat seinen Jahresbericht 2025 veröffentlicht. [PDF]

Mit der Psychiatrie-Enquete von 1975 begann die grundlegende Reform der psychiatrischen Versorgung. Das Gespräch zwischen DGPPN-Präsidentin Prof. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank und Rainer Kukla, damals einer der prägenden Akteure der Reform, lässt die Ereignisse von vor 50 Jahren Revue passieren. Weitere Themen in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Psyche im Fokus" der DGPPN laden zum Lesen ein. [PDF]

Internet und neue Medien

► KI als Therapeut

Deutschlandfunk: Weil das Therapieangebot begrenzt ist, setzen manche auf KI-Systeme. Chatbots zeigen großes Potenzial. Aber fehlt der Technologie die nötige Empathie? Das fragen Friederike Walch-Nasseri und Carina Schroeder. [Link]

Arbeit

► Depression im Job

Bayerischer Rundfunk: Psychische Erkrankungen sind einer der häufigsten Gründe für Fehlzeiten in Deutschland. Sarah verschweigt lange, dass sie an einer Depression leidet. Bevor sie in eine Klinik geht, offenbart sie sich. Das Telefonat mit ihrem Chef ändert ihr Leben, berichtet Jasper Riemann. [Link]

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Soziale Psychiatrie" greift das Thema der Letzten Jahrestagung der DGSP auf: "Lebenspannen – Spannendes Leben. Psychische Erkrankungen im Lebenszyklus" [Editorial als PDF]: Michael Borg-Laufs thematisiert die Stigmatisierung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher, Martin Reker beschäftigte sich mit Sucht im Alter und Michael Wunder mit der fortdauernden Wirkungsgeschichte der hinter der "Euthanasie" stehenden Ideen in der Psychiatrie. [Link]

Auszeichnungen

► DGPPN zeichnet aus

Die DGPPN würdigt auch 2026 exzellente Forschungsarbeiten, innovative Initiativen und engagierte journalistische Berichterstattung. Insgesamt werden Preise in Höhe von 99.000 Euro vergeben. Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden. [Link]

Eine neue Befragungswelle des Panels "Gesundheit in Deutschland" des Robert-Koch-Instituts (RKI) bestätigt, dass die Gesundheitskompetenz vieler Erwachsener in Deutschland niedrig ist. Das berichtet eine Arbeitsgruppe des RKI im Journal of Health Monitoring. (PDF).

► Wie kriegen wir unser Chaos in den Griff?

Deutschlandfunk Nova: Viel Kram kann zu einer Reizüberflutung führen. Und Ausmisten gibt uns ein Gefühl von Kontrolle. Doch sich von Dingen mit emotionaler Bedeutung zu trennen, ist oft schwierig. Welche Gründe gibt es noch, die uns daran hindern, Ordnung ins Chaos zu bringen? Der Neurowissenschaftler und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Bastian Willenborg hat Antworten. [Link]

► Strategie zur mentalen Gesundheit für junge Menschen

Die Bundespsychotherapeutenkammer erinnert die Bundesregierung an ihr im Koalitionsvertrag niedergelegtes Vorhaben, eine Strategie "Mentale Gesundheit für junge Menschen" zu entwickeln. [Link]

Wissenschaft und Forschung

► Angehörige und stationsäquivalente Behandlung

Eine Publikation aus der AKtiV-Studie zeigt, dass Angehörige eine zentrale Rolle in der stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung übernehmen, dabei jedoch häufig mit unklaren Rollenanforderungen, begrenzter Einbindung und einer hohen Belastung konfrontiert sind. [PDF, englisch]

► Suizidgedanken bei Jugendlichen

Ärzteblatt: Nicht nur traumatische Erfahrungen und andere bekannte Risikofaktoren können bei Jugendlichen Suizidgedanken auslösen – auch Heranwachsende mit einer dauerhaft hohen kumulativen Belastung durch alltägliche Lebensereignisse berichten signifikant häufiger von Suizidgedanken. Das berichtet ein Forschungsteam im Fachmagazin Lancet Psychiatry (DOI, englisch: 10.1016/S2215-0366(25)00359-1). [Link]

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Impressum

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